Europa

Für Europa auf der Straße

Europa ist eine wunderbare Geschichte. Neben zahlreichen europäischen Feierlichkeiten werden die Römischen Verträge bereits sechzig Jahre alt! Wer jetzt fragend die Stirn runzelt, was das sein soll: Hier kommt eine kleine Geschichtsstunde!

Die Römischen Verträge

Kleine Begriffserklärung:

  • EWG: Europäische Wirtschaftsgemeinschaft
  • EGKS: Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl
  • EURATOM: Europäische Atomgemeinschaft

Die römischen Verträge waren sozusagen die Grundvoraussetzung für das Europa, das wir jetzt haben. Damals schlossen sich Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande zur EWG und zur EURATOM zusammen. Das Abkommen über  gemeinsame Organe für die Europäische Gemeinschaft trat in Kraft und legte fest, dass EWG, EGKS und EURATOM eine gemeinsame Verwaltung haben sollen. Der Grundstein für das Europäische Parlament und den europäischen Gerichtshof war geschafft. Yippie!

Marsch für Europa

Also habe auch ich mich auf den Weg gemacht, um den Geburtstag dieses wundervollen Friedensprojekts zu feiern. Aber reicht es, einfach nur daheim auf die Straße zu gehen? Nicht für mich! Gemeinsam mit JEF (Junge Europäische Föderalisten) bin ich nach Rom gefahren, um ein bisschen Partystimmung zu verbreiten. Zur Wiege Europas! Für eine Parade nimmt man doch gerne 30 Stunden Busfahrt auf sich (es war wirklich nicht so schlimm).

Der Marsch an sich war gar nicht so lange. Als Einstimmung gab es zahlreiche Reden von renommierten Politikern – unter anderem auch von Guy Verhofstadt. Funfact: Captain Europe war anwesend und hat das rege Treiben beobachtet. Der Start am Piazza Della Bocca Della Verità war ein bisschen holprig, es hatten schließlich einige Flaggen mit einer Länge von 14 Metern im Gepäck. Am Weg zum Kolosseum gab es schließlich ein Gesangsbattle zwischen den Italienern und uns. Ich sage nur so viel dazu: die ganze Stadt weiß jetzt, dass wir Europa lieben. Es war ein großartiger Gänsehautmoment, als so viele Menschen gemeinsam für Europa auf die Straße gingen und eine positive Stimmung in das sonst so negativ besetzte Thema brachten.

Pulse of Europe

Doch mit dem Marsch für Europa nicht genug! Kaum zurück in Wien, war ich schon wieder auf dem Weg zum nächsten Europa-Event. Jeden Sonntag findet der so genannte „Pulse of Europe“ statt. Überall in Europa finden sich Menschen zusammen, die für die Sache kämpfen und den europäischen Gedanken in die Gesellschaft tragen. In Wien treffen sich jeden Sonntag um 14:00 Hunderte am Karlsplatz, bewaffnet mit Flaggen in allen Größen, um zu zeigen, wie geil Europa eigentlich ist.

Denken wir mal nach: wir haben so extrem viele Chancen bekommen und das Leben hat sich drastisch vereinfacht. Einfach nach Rom reisen, ohne Pass. Einfach Produkte aus Spanien kaufen, wenn einem danach ist. Einfach online aus dem Ausland bestellen, ohne Zoll zu zahlen. Einfach in Dublin studieren, weil es mir gerade gefällt. Zum Zigaretten kaufen einfach nach Ungarn fahren. Mit Euro bezahlen, weil wir eine Union sind. Geld nach Paris überweisen, weil ich will. Es gibt Millionen Beispiele, warum die EU das beste ist, was unserem kleinen Pipifax-Staat Österreich passieren konnte.

Ich hoffe, ich sehe euch zahlreich nächsten Sonntag beim „Pulse of Europe“ am Karlsplatz. Ich werde da sein, um meine Rechte und meine beste Chance zu verteidigen. Es ist Zeit, dass die Menschen aufwachen. I love EU.

Pipifeine Grüße,

Sophie

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