Kos Beach

Travelguide: Kos

Der Gentleman und ich haben als Jahresabschluss im Oktober noch einmal alles zusammengepackt und sind weggeflogen. In nicht einmal zweieinhalb Stunden sind wir auf Kos gelandet. Ohne Plan und ohne Informationen, was wir dort denn so erkunden können. Deshalb hier ein kleiner Beitrag zu unserer Reise 🙂

Kleine Geografiestunde: Kos

Kos heißt auch die Hauptstadt auf der Insel Kos und beherbergt 19.000 People. Kurz ein paar Daten, weil es doch interessant ist:

Kos hat eine Fläche von 290,313 km² – ist also nur ein bisschen größer als der Bezirk Jennersdorf im Südburgenland. Zudem haben sie 33.388 Einwohner (das sind 115 Menschen pro Quadratkilometer). Sie ist eine der 12 Dodekanes-Inseln – eigentlich die drittgrößte nach Rhodos und Karpathos. Diese Inselgruppe ist auch für Vulkanaktivitäten und Erdbeben bekannt, weil dort Kontinentalplatten aufeinandertreffen. Ich kann berichten: ein Beben der Stärke 4,9 ruckelt ganz schön. Zuerst habe ich mir gedacht, der Gentleman zappelt so herum. Aber es hat das ganze Zimmer gewackelt. 😱

Hotel, Must-Visit und ein kleines Goodie

Unser Hotel hat sich in Tigaki befunden und ist ein wahr gewordener Traum für jeden Influencer. Gleich bei der Ankunft war die zweite Information das WLAN-Passwort. Oh ja, und das war besser als mein eigenes. Seeeehr viel besser! Filme streamen, bloggen, Fotos up- und downloaden – alles kein Problem! Einziger Wehrmutstropfen: das Essen war wenig abwechslungsreich. Die 10 Hotelkatzen haben darüber aber wunderbar hinweggetröstet.

Wer Kos besichtigen will, sollte unbedingt auch einen Trip mit einem Motorroller wagen. Es macht super viel Spaß und ist wirklich nicht teuer. 18€ für einen Tag (10 Stunden) und ca. 6€ Sprit. Wir sind damit nach Zia auf den Gipfel des Berges gefahren und haben dort ein bisschen eine Hochzeit gecrasht. (Der Gentleman hat dort einen Teil seiner Kamera kaputt gemacht 😬)

Eine weitere Empfehlung ist der Vulkankrater Nisyros. Die ganze Insel ist eigentlich der Krater. Das kleinere jüngere Loch kann man sich jedoch auch von nahem ansehen. Der Stefanos-Krater ist 27 Meter tief und noch ziemlich aktiv. Dort kommen die Schwefelschwaden so Wuuuusch heraus, wie man das aus Filmen kennt 😄 Gleich daneben befindet sich der Bimsstein-Steinbruch (jaja, die „i bims“-Witze 😋)

Was mich an Kos und den umliegenden Inseln gemerkt habe, waren die ähm…interessanten Souvenirs. Es werden dort nämlich überall Penisse verkauft. In allen Ausführungen, Formen, mit Ei, ohne Ei, bunt bemalt, naturgetreu – als Schlüsselanhänger oder Bieröffner. Ein Schelm, wer Böses denkt und diese alte Tradition missbraucht! Es war irgendwie klar, dass ich mich hinreißen lasse und einen für meinen besten Freund mit nach Hause nehme. Das hätte wohl der FKK-Spanner auch gerne bekommen!

Ein trauriger Anblick

Halbfertige Häuser, leere Restaurants, verlassene Strände und verwahrloste Straßen. Eine Insel zu erleben, die außerhalb der Urlaubssaison lebt, ist manchmal wirklich ein Trauerspiel. Ich habe noch nie so viel Leere und Lieblosigkeit erlebt wie in den Straßen von Tigaki. Gerne hätte ich euch von pulsierenden Märkten und regem Treiben in den Gassen erzählt, doch es war einfach nur… leer. Wenn der Gentleman und ich untertags Hunger gehabt hätten, wären wir wahrscheinlich mit knurrendem Bauch bis zum Abendessen herumgelaufen. Die einzigen Futterstellen waren zwei kleine und ein großer Supermarkt. Das war’s. Sonst gab es NADA. Mir war einfach nicht bewusst, dass das Leben so trist auf diesen Insel wirkt. Habt ihr so etwas schon einmal erlebt? 😕

Eine lustige Geschichte am Ende

Ich bin ein Bad Girl. Auf Kos war ich das noch viel mehr. Überall gab es Granatapfelbäume, Zitronen und Orangen hingen reif und bereit zum Pflücken. Doch offensichtlich gab es niemanden, der sich darum kümmerte. Also habe ich in allerbester Bad-Girl-Manier den Gentleman gebeten, beim nächsten Baum anzuhalten, damit ich ein bisschen pflücken kann. Das war dann aber doch an einer ziemlich schön aussehenden Straße mit vielen Menschen. Upsi. Hab 2 Granatäpfel geklaut. Upsi. Wir sind einfach schnell wieder weitergefahren und haben noch ein paar Orangen mitgehen lassen. Upsi. (Keine Sorge, war alles legal. Zumindest glauben wir das.) Die Granatäpfel liegen mittlerweile bei meiner Mama in der Obstschale und warten, bis sie verspeist werden. Ich bin gespannt, ob sich mein guter Ruf dafür gelohnt hat 😉

Pipifeine Grüße,

Sophie

 

 

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