Make-Up

tryVegan: #5 Glitter, Glamour und das perfekte vegane Make-Up

Für viele Damen und Herren gehört die tägliche Kosmetik dazu, wie die Luft zum Atmen. Auch ich habe meine Routine und möchte sie nicht missen. Feuchtigkeitscremes, Make-Up, Masken, Peelings, noch eine Creme und schließlich nochmal mit Wasser und Reinigungslotion. Das ist ein typischer Montag für mein Gesicht. Aber eigentlich habe ich mich wirklich wenig damit beschäftigt, wie die Unternehmen hinter den Produkten wirklich arbeiten. Meine Mama immer schon viel Wert darauf gelegt, dass die Schminkprodukte ohne Tierversuche produziert werden, Cremes und andere Kosmetikprodukte dürfen bei ihr nur natürlich sein – oder selbst gemacht. Bei mir gab es nur eine Hauptsache: glitzert, schaut schön aus und liegt im Trend. Mittlerweile ist es mir nicht mehr so wurscht, wie es früher der Fall war.

Beauty without Bunnies, Make-Up und ein Film

Den ausschlaggebenden Stups hat mir der Film „Ungeschminkt – Die schmutzige Welt der Kosmetik“ gegeben. Ich hab ihn euch auch zum Anschauen verlinkt. Es geht darum, dass in so vielen Make-Up Produkten Schadstoffe enthalten sind, die Allergien, Krebs und weiß der Kuckuck was hervorrufen können. Was ich so oag gefunden habe war, dass die schändlichsten Kosmetika Make-Up Produkte für Kinder sind. Also schon klar, dass da viel Scheiße drinnen ist, so wie das stinkt. Aber dass die giftigen Färbemittel von Kleidung eingearbeitet wird, ist mir neu. Und erschreckt mich zutiefst. Einige Marken werden in dem Film genannt, die keine Auskunft geben und andere, die Inhaltsstoffe viel zu versteckt unter dem Strichcode angeben. Dann habe ich begonnen meine Kosmetik zu checken.

Was mir bei meiner Recherche sehr geholfen hat, war die Suchmasche von „PETA“ Beauty without Bunnies. Man kann den Markennamen des Kosmetik-Produkts eingeben und schon sagen sie dir, ob die Produkte Cruelty-free, Vegan oder in jeder anderen Weise gut oder böse sind. Ich habe dadurch echt spannende Dinge erfahren. Meine Lieblinge von NYX Professional Make Up, Cosnova (Essence, Catrice und L.O.V.) und Urban Decay sind zwar nicht vegan, produzieren aber Cruelty-free – also ohne Tierversuche. Das ist schon mal ein seeeehr guter Anfang. Am meisten erstaunt hat mich aber Hidden Cosmetics. Eigentlich war das für mich immer ein Unternehmen, dass sicher keine Rücksicht auf Verluste nimmt. Ich war wirklich hin und weg, dass gerade die cruelty-free und vegan produzieren!

Böse Überraschungen

Leider haben mich auch einige Produkte mit negativen Fakten überfallen. Beispielsweise hätte ich nie gedacht, dass Neutrogena, Benefit oder Revlon an Tieren testen. Von L’Oréal ist dieser Fakt schon lange bekannt. Nivea hingegen vertritt nach außen hin eine „Wir sind so lieb und natürlich“-Politik, testen ihre Produkte haben ebenfalls an Tieren. Irgendwie stimmt mich das ziemlich traurig. Wobei, eigentlich ist es eher wütend. Die Wissenschaft und Forschung ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass es nicht mehr notwenig ist, Versuche an Lebewesen zu starten, die keinerlei Mitsprache haben. Auch ich bin keine Heilige und benutze trotzdem Kosmetika und Make-Up, die an Tieren getestet wurden. Wären diese Produkte nicht so gut, hätte ich sie schon längst weitergegeben. Aber ich bin mir sicher, dass der Effekt ohne Tierversuche der gleiche wäre.

Ich habe mich dann ein bisschen darüber schlau gemacht, warum Unternehmen eigentlich Tierversuche durchführen. Meistens werden Tierversuche vorausgesetzt, wenn man ein Produkt auf den chinesischen Markt einführen will. Die chinesische Regierung hat ein Gesetz veranlasst, welches eben vorschreibt, zu welchen Bedingungen Kosmetika vertrieben werden dürfen. Da die meisten Unternehmen nicht auf den chinesischen Markt verzichten wollen, gehen sie diese Bedingungen ein. Anstatt in die Forschung anderer Tests zu investieren, wird der Status Quo einfach erhalten.
Es ist also ein Hamsterrad, bei dem die größten Verlierer unsere vierbeinigen Freunde sind.

Pipifeine Grüße,
Sophie

PS: Dieser Beitrag entstand im Zuge der Recherche zu meinem Vegan-Experiment.

 

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