Putzen

Putzen für den Weltfriedenfrieden

Putzen ist so ziemlich das unnötigste Nötige, das es für mich an Freizeitbeschäftigung gibt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Erwachsenen wird meine Putztätigkeit von meinen Eltern immer wieder überprüft. Letztens hat mein Papa bei mir in der Wohnung geschlafen. Das kommt ziemlich selten vor und deshalb habe ich die Wohnung so schön aufgeräumt, wie nur möglich. Noch kurz bevor er mein Heim betreten hat, habe ich staubgesaugt und überall meinen Raumspray verteilt. Den Duft brauche ich deshalb, weil die Kanalisation in unserem Haus einen Fehler hat und es sonst ziemlich stinkt. Also hab ich darauf geachtet, dass alles pipifein ist. Doch pipifein ist anscheinend nicht sauber genug…

Warum Putzen den Weltfrieden erhält

Putzen ist mein „zum Sport gehen“ oder „endlich mal wieder ausmisten“ oder „Wichtige Dinge erledigen“. Bevor ich meine Wohnung auf Hochglanz bringe, erledige ich lieber die nervigsten Sachen, mache Sport, lerne für die Uni oder miste meine Beauty-Kommode aus. Klingt zwar schräg, ist aber so. Vielleicht liegt das auch an meiner Kindheit. Da habe ich Putzen immer als die schrecklichste Aufgabe des Tages empfunden und bin ganz aufgebracht gewesen, wenn mich meine Mama aufräumen geschickt hat.

Warum das den Weltfrieden erhält? Nun, meine Eltern erwarten einen blank polierten Boden, von dem man essen könnte. Wenn dem nicht so ist und auch nur ein kleines Staubkörnchen herumfliegt, dann gleicht das einer Kriegserklärung. Das Badezimmer ist nicht geputzt – der Weltkrieg bricht aus. Für sie hat das eine Wichtigkeit von diplomatischen Verhandlungen angenommen. Durch mein reges Leben komme ich aber erst spät nach Hause und finde oft keine Zeit, eine Putz- und Säuberungsaktion zu starten. Das klingt jetzt wie eine billige Ausrede. Wie gerne würde ich es auch als Ausrede verwenden. Schließlich bringen meine Eltern auch Job, Freizeit und Haushalt unter. Dennoch kann man das einfach nicht vergleichen. Ich weiß nicht, wie ihr das seht. Ist Putzen für euch ein MUSS oder eher eine unliebsame Pflicht? Wie schafft ihr das, dass eure Wohnung immer sauber ist? Ich brauche dringend Tipps rund um das Putzen und Aufräumen.

Ich bin kein Messi!

Damit meine ich nicht Lionel Messi, sondern die Krankheit, nichts wegwerfen zu können. Ich miste mindestens einmal im Monat alles aus. Allerdings brauche ich einfach 90% meiner Besitztümer wöchentlich. Sogar meine Rezepte sind schön geordnet. Insofern kann ich nicht so viel wegwerfen, wie ich gerne würde. Sogar meinen alten Computer von 2007 benutze ich immer noch als Speicher für alte Fotos. Bei mir geht es wirklich rein um’s Putzen – nicht um das Horten von Sachen. Wie gesagt, ich freue mich über all eure Ratschläge gegen Putzangst!

Jetzt noch die Aufklärung zum Schluss: Meine Eltern haben einen extremen Putzfimmel und erwarten von anderen, dass sie es genauso machen. Sie wohnen in einem Haus am Land und da bedeutet ein schönes Heim zum Must-have. Putzen gehört dort zum guten Ton so wie in der Stadt ein bisschen grantig zu sein. Ich verstehe ihre Sicht, dass alles sauber und geputzt sein sollte. Allerdings komme ich nicht damit klar, dass sie dem so eine große, weltbewegende Wichtigkeit zumessen. Der Weltfrieden kommt dadurch auch nicht schneller 😉

Pipifein geputzte Grüße,

Sophie

 

4 comments

  1. Hm, also ich putze echt gern, muss ich sagen. Als Ausgleich. Außerdem kommen Bilder, Deko und Einrichtung dann auch besser zur Geltung. Uuuuund ich mag den Duft von frisch geputzten Wohnungen 🙂 Nur aufs Fenster und Klo putzen könnte ich verzichten … 🙂

    1. Meine Eltern suchen halt leider förmlich nach jedem Staubfünkchen. Es schaut bei mir auch nicht aus wie in einem Saustall – nur eben manchmal ist nicht alles gaaaanz staubfrei. Wie schaffst du das, damit dir das Spaß macht? ^^

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