Madonna Blogger Award

Im Dunstkreis der Superstars & Fakes – Madonna Blogger Award

Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich den Artikel wirklich schreiben soll oder nicht. Es gibt so viele Ansatzpunkte, worüber ich eigentlich schreiben will. Der Madonna Blogger Award bringt in mir nämlich immer so ein bisschen einen Frust mit sich, Ärgernis und auch Scham. Ich schäme mich und bin gleichzeitig frustriert, in einer Blase mit anderen Bloggern zu hängen, die unehrlich sind. Follower und Likes kaufen und nicht einmal ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie dafür einen Award bekommen. Was sagt uns das? Greifen wir jetzt alle einmal in das Geldbörserl und kaufen uns so leicht den Ruhm, damit man uns plötzlich kennt? Ich mein Entschuldigung, aber  sind wir schon so unmoralisch und verblendet, dass wir sowas auch noch okay finden?

Das Drum herum am Madonna Blogger Award  2018

Zum Event selbst beim Madonna Blogger Award kann ich eigentlich ziemlich wenig sagen. Ja, die Technik war scheiße. Ich bin mit der Nominierten Sprinzeminze, Jacqueline und Jürgen bei den „VIPs“ gesessen. Aber eigentlich war es wurscht, weil man sowieso überall gleich viel gesehen und gehört hat – nämlich nix. Die Show war…lahm. Beziehungsweise hat es gar keine Show gegeben. Es wurden die Kategorien, die Nominierten und die Gewinner heruntergerattert, kurze Applaus, wenig Überraschung. Einige wenige haben ihren Sieg wirklich verdient, andere den Sieg erkauft. Zu Essen und zu Trinken gab es in Hülle und Fülle und auch an kleinen Goodies hat es nicht gefehlt. Ich hab sogar ein Krönchen bekommen 😍

Ein richtiges Goodiebag habe ich dennoch nicht bekommen, weil man anscheinend für’s lange dort bleiben bestraft wird und leer nach Hause gehen muss. Ja ja, ich weiß, ich jammere auf hohem Niveau. Die Party war also ganz lustig, die Verleihung eher wenig spannend.

Nicht alles was glänzt ist Gold

Diese Worte drängen nur so aus mir heraus. Es gibt Blogger und Influencer generell, die ihren Ruhm nicht ehrlich erarbeiten, sondern mit Geld bezahlen lassen. In der Öffentlichkeit geben sie sich, als hätten sie sehr lange daran gearbeitet, wären einen steinigen Weg gegangen und dabei haben sie nur einmal die Karte gezückt und fertig. Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber ich hätte ein sehr großes schlechtes Gewissen, wenn ich dann einen Award gewinnen würde. Namen werde ich hier keine nennen, solchen „Bloggern“ will ich keinen Platz hier geben.

Wir leben in einer verrückten Welt! Offensichtlich ist so ein Vorgehen für die Madonna kein Ausschlusskriterium. Und da frage ich mich schon: wird hier wirklich nur nach der Reichweite sortiert? Muss man heutzutage um JEDEN Preis diese Follower haben, damit man gehört und anerkannt wird? Tut mir leid, aber in so einer Welt fühle ich mich nicht zu Hause. Aber dann gibt es die glänzenden Sterne, die ehrlich und mit Spaß an die Sache herangehen. Blogger, die so unglaublich lieb sind und trotz der Reichweite die Nase nicht im 60. Stock tragen, sondern mit Herz ihre Kanäle füllen und ein Interesse an ihren Followern haben.

Zeit zu gehen?

Nein, nein. Ich gehe nicht. Ich bleibe. Nach einem Jahr will ich nicht aufhören. Ich möchte ganz ehrlich mit euch sein: Auch ich habe mich schon oft gefragt, ob das alles einen Sinn hat, ob ich mir Follower kaufen soll, um gehört zu werden. Aber wer unter euch hat nicht einmal mit dem Gedanken gespielt? Selbst Tatjana Catic hat es gemacht, öffentlich auch zugegeben und trotzdem ist sie jetzt sehr erfolgreich. Diesen Weg will ich aber nicht gehen. Ich möchte ehrlich sein. Und wenn eben nur 5.000 Menschen interessiert, was ich treibe, dann ist das so. Unternehmen wissen meist schon, wie sie Influencer überprüfen können und setzen eher auf kleinere, aber echte Menschen.

Der Madonna Blogger Award hat mir einfach so klar aufgezeigt, dass ich nie zu so einem Mittel greifen möchte, um mir Jobs oder Produkte zu erschleichen. (Wahrscheinlich ist es dann sogar günstiger, die Produkte einfach gleich zu kaufen – aber natürlich gibt es dann keine (eher selten) spannenden Unboxing-Videos). Verarschen kann ich mich selber auch, das brauch ich mir nicht von diversen „Influencern“ bieten lassen. Einfach nein. Einfach nur nein.

Ich bleibe ehrlich und gehe meinen Weg auch ohne Fake und Schein. Meine Blogger-Squad ist da genauso und deshalb bin ich auch gerne mit ihnen zusammen. Weil ich einfach merke, dass da mehr als nur „das große Geld“ und der Ruhm dahintersteckt. Sie wollen etwas weitergeben und dafür liebe ich sie!

Pipifeine Grüße,
Sophie

PS: Den leckeren Flammkuchen vom Maxima Comepass Blogger Festival gibt es HIER 😉

2 comments

  1. richtig toller beitrag ehrlich ich stimme dir zu 100 prozent zu ich sehe nicht ein dass ich mich so abracker und wirklich kämpfe und arbeite und die anderen geben den code ein und haben plötzlich alles was es braucht einfach nur ungut
    sehr gut geschrieben ♥️

  2. Pingback: Osterstriezel

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